Studie und Konferenz: Mehrheit der Bürger hält Bibliotheken auch in Zukunft wichtig

Aktuelle Allensbach-Umfrage und Bibliothekskonferenz „Chancen 2016: Bibliotheken meistern den Wandel“ zeigen Herausforderungen und Lösungsansätze

Die Deutschen wollen, dass es in ihrem Land auch in Zukunft öffentliche Bibliotheken gibt. Dieses war eines der Ergebnisse einer aktuellen Allensbach-Studie, die im Rahmen der internationalen Konferenz „Chancen 2016: Bibliotheken meistern den Wandel“ am 28. Januar 2016 im Goethe-Institut in München vorgestellt wurde. 58 Prozent der Bürger im Alter von 16 bis 75 Jahren finden es demnach wichtig, dass Bibliotheken in Deutschland weiterhin eine feste Größe sind, 32 Prozent halten es sogar für sehr wichtig.

Digitalisierung, neue Technologien, Strukturwandel in den Kommunen, Zuwanderung und Flüchtlinge – genau wie die Bürgerinnen und Bürger, stehen die Bibliotheken vor großen Herausforderungen. Diesen widmete sich die Konferenz, zu der Klaus Krischok, Abteilungsleiter Information Goethe-Institut, zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland willkommen hieß.

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlamentes, bezeichnete in seiner Videobotschaft Bibliotheken als „Orte des Zusammenkommens“ und des Dialogs. „Bibliotheken sind für den einzelnen Besucher, für die Gesellschaft insgesamt und unser Zusammenleben in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt von immenser Bedeutung. Die Zukunft dieser bedeutenden Institution des öffentlichen Lebens zu garantieren, ist eine wichtige Aufgabe für uns alle.“

Als designierte Präsidentin des bibliothekarischen Weltverbandes IFLA betonte Glòria Pérez-Salmerón im Rahmen der Konferenz: „Unser Ziel ist, dass Bibliotheken in einem sich immer schneller wandelnden Umfeld eine feste Größe bleiben, die Bürgern den gleichberechtigten Zugang zu Wissen, Informtion und kulturellem Erbe sowie zu einem umfassenden bibliothekarischen Service sichert, um so aktiv zu einer gut informierten, starken Gesellschaft beizutragen. Bibliotheken sind Motoren des Wandels, die eine nachhaltige Entwicklung antreiben.“

Ob Bibliotheken dieses Ziel erreichen, hängt entscheidend davon ab, inwieweit es ihnen gelingt, die sich verändernden Bedürfnisse und Erwartungen der Bürger zu erkennen und aufzugreifen, so die aktuelle Allensbach-Studie „Die Zukunft der Bibliotheken in Deutschland“. 26 Prozent der Bevölkerung haben dieser zufolge im vergangenen Jahr regelmäßig eine Bibliothek besucht. Damit bewegt sich die Bibliotheksnutzung trotz des digitalen Wandels auf konstant hohem Niveau. Auch Jüngere nutzen das Angebot weit überdurchschnittlich. Von den 16- bis 29-Jährigen haben 35 Prozent in den letzten zwölf Monaten eine Bibliothek genutzt.

Wie aber stellen sich die Bürger die ideale Bibliothek vor? 76 Prozent wünschen sich ein umfangreiches Angebot an Büchern, E-Books, Zeitschriften, Musik und Filmen; 70 Prozent möchten eine gute fachliche Beratung durch geschultes Personal. Nahezu ebenso viele – 71 Prozent – halten eine angenehme Atmosphäre für sehr wichtig.

Die zukunftsgerichtete Konferenz „Chancen 2016“ war ein deutliches Signal, dass Bibliotheken auf dem richtigen Weg sind, die Rolle in der Gesellschaft einzunehmen, die ihnen die Allensbach-Studie bescheinigt.

Veranstalter waren die ekz.bibliotheksservice GmbH und ihre Partner, der Berufsverband Information und Bibliothek (BIB), der Deutsche Bibliotheksverband (dbv), das Goethe-Institut e.V. und die Münchner Stadtbibliothek.

Mehr Informationen zur Veranstaltung, die Allensbach-Studie und die Grußbotschaft von Martin Schulz finden Sie auch hier.


Ihr Ansprechpartner:

Andreas Mittrowann
Bibliothekarischer Direktor
ekz.bibliotheksservice GmbH
Telefon 07121 144-111
Andreas.Mittrowann@ekz.de

 

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Wandel in Bibliotheken – weil wir es wollen!

Im November startete der Blog zu Chancen 2016 mit der Frage:
Wandel in Bibliotheken – Warum?
Andreas Mittrowann zielt in seinem Beitrag auch darauf ab, wie Mitarbeiter*innen mitgenommen werden können – doch diese sehen größtenteils den Wandel als ebenso notwendig an wie dieser von Bibliotheksexperten konstatiert wird.

In einer Mitgliederbefragung im Sommer letzten Jahres – durchgeführt vom BIB in Zusammenarbeit mit der TH Köln wurden zum Thema „Wandel durch Veränderung“  folgende Aspekte identifiziert:

  1. Drei von vier Befragten (n=1.188) nehmen Veränderungen ihres Arbeitsgebietes stark wahr, fühlen sich entsprechend stark auch persönlich betroffen und erleben die derzeitige Situation als sehr große Herausforderung.
  2. Mit insgesamt 76 Prozent sehr hoher oder eher hoher Einschätzung ist die Herausfor­derung fachlich „up-to-date“ zu bleiben mit Abstand am stärksten priorisiert. An zweiter Stelle folgt das Zeitmanagement, das immerhin noch von 60 Prozent als sehr hoch oder eher hoch eingestuft wird. Gleichzeitig werden das soziale Umfeld und die Motivation als am wenigsten gravierend betrachtet.

Verschiedene Bibliothekstypen – verschiedene Herausforderungen

Folgende Signifikanzen zwischen den Mitarbeitern der verschiedenen Bibliothekstypen konnten zudem festgestellt werden:

  • Die Mitarbeitenden in öffentlichen Bibliotheken (ÖB) sehen das Zeitmanagement als signifikant größere Herausforderung an als die Mitarbeitenden in wissenschaftlichen Bibliotheken (WB) oder Spezialbibliotheken (SB).
  • Darüber hinaus schätzen Mitarbeitende aus ÖB die „Work-Life-Balance“ ebenso signifikant höher ein als die Mitarbeiter der SB.
  • Hinsichtlich der Zukunftseinschätzung sind die Mitarbeitenden der SB signifikant pessimistischer als die der ÖB.

Insgesamt vielleicht wenig überraschend unterscheidet sich die Gruppe der „jungen“ Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sehr signifikant insbesondere  von der „älteren“ Gruppe. Das gilt für die Aspekte „fachlich up-to-date bleiben“, was für die Jüngeren in geringem Maße eine Herausforderung zu sein scheint, als für die Gruppe der Mittelalten und Älteren. Gleichzeitig wird auch das persönliche Aufgabengebiet als viel geringere Herausforderung gesehen.

Bibliotheken bleiben wichtig – Bibliotheken sind kompetent

Begeisterung und Überzeugung für den Beruf wird im weiteren Verlauf der Befragung deutlich, in dem zum Beispiel über 80 Prozent der Befragten der Aussage zustimmten, dass Bibliotheken weiter wichtig bleiben und knapp 50 Prozent, dass Kundenwünsche auch mit knappen Ressourcen selbstverständlich erfüllt werden. Weiter glauben die Befragten, insbesondere aus öffentlichen Bibliotheken, dass jedoch für die Bewältigung dieser Anforderungen vermehrt der Einbezug von Kenntnissen aus anderen Fachbereichen wie zum Beispiel der Informatik oder Pädagogik erforderlich ist.

Strategische Planung ausbaufähig!

Sehr klar fällt die Bewertung des Umfangs der vorhandenen strategischen Planung aus: Nahezu zwei Drittel sehen zu wenig strategische Planung in Bibliotheken, nur für ca. 15 Prozent werden ausreichende Konzepte abgegeben. Hier schließt sich nun der Kreis – sowohl zu der Chancenkonferenz 2016 selbst wie auch zu der Ausgangsfrage, die Andreas Mittrowann im November stellte: Viele Mitarbeiter*innen in (Öffentlichen) Bibliotheken sehen sich zurecht als engagierte Dienstleister*innen, die trotz Arbeitsverdichtung und zunehmenden Herausforderungen wandlungsfähig sind bzw. sein wollen. Allein, es fehlt das Ziel. Chancen 2016 will sich dieser Zielfindung widmen – nicht nur durch den Kompass im Veranstaltungstitel als Symbol, sondern durch herausragende Expert*innen aus der (internationalen) Bibliothekspraxis, die mit Ihnen und uns gemeinsam an Antworten arbeiten werden.


Beitrag von Dr. Tom Becker, Professor für Medienmanagement und Medienvermittlung in Bibliotheken, TH Köln.

 

Bildungsinitiativen der New York Public Library – Interview mit Johannes Neuer

Die Mission der New York Public Library (NYPL) lautet, lebenslanges Lernen anzuregen, Wissen zu fördern und Gemeinschaften zu stärken. Wie nimmt die NYPL ihren Bildungsauftrag wahr?

Die New York Public Library hat in den letzten Jahren viel in Bildungsinitiativen investiert. Neben hunderten von täglichen Angeboten in unseren 92 Bibliotheken setzen wir in der Erwachsenenbildung besondere Schwerpunkte durch Angebote für Immigranten, die Englisch lernen und sich in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden wollen. Wir bieten auch speziell für Kinder und Jugendliche entwickelte Initiativen an, die unter dem Branding „Out-of-School Time“ nach der Schule angeboten werden.

Zu den Initiativen für Schüler gehören die „Enrichments Zones“, die im Sommer Aktivitäten und während des Schuljahres Betreuung nach der Schule bieten. Schüler in den „Enrichment Zones“ verbringen mehrmals die Woche drei Stunden in der Bibliothek, wo sie Hausaufgaben machen, Nachhilfe bekommen und sich mit Lernprogrammen an Computern weiterbilden können.

Die „Literacy Leaders Initiative“ setzt den Schwerpunkt auf Leseförderung und darauf, die Begeisterung für das Lesen zu entwickeln. Für die Klassen 1 und 2 vermittelt die NYPL Jugendliche als Lesementoren, die an vier Nachmittagen der Woche individuell auf die Bedürfnisse der Grundschüler eingehen. Die Jugendlichen sind ebenfalls ein Teil der „Literacy Leaders Initiative“. Als Highschool-Schüler der Klassen 10 bis 12 können sie sich ihre Mentorentätigkeit als Praktikum anerkennen lassen. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen „Literacy Leaders“-Praktikum können die Jugendlichen dann ihre Arbeit als Teilzeitkräfte der Bibliothek mit Bezahlung weiterführen.

Für Schüler der Mittel- und Oberstufe hat die NYPL die Innovation „Labs Initiative“ ins Leben gerufen, die zum Ziel hat, Jugendliche zur kreativen Problemlösung mit digitalen Werkzeugen vertraut zu machen. Teilnehmer dieser Angebote treffen sich zwei bis vier Mal die Woche in der Bibliothek, wo sie Hausaufgaben machen, Videos erstellen und bearbeiten, bloggen lernen, aber auch Roboter entwickeln und bauen.

BridgeUp“ ist eine Initiative für Schüler der Klassen 8 bis 10, die zum Ziel hat, Teilnehmer mit den nötigen Fähigkeiten und Ressourcen auszustatten, um die Highschool erfolgreich abzuschließen und danach ein Bachelorstudium zu absolvieren. In diesem intensiven und ganzheitlichen Programm, das während des Schuljahres jeden Tag von 15 bis 19 Uhr stattfindet (freitags bis 17 Uhr), unterstützen und betreuen Mitarbeiter der Bibliothek die Schüler individuell bei ihren Hausaufgaben und Projekten und fördern deren außerschulische Interessen und Talente, damit jeder seine Ziele erreichen kann.

Die Teilnahme an allen „Out-of-School Time“-Initiativen der NYPL ist für die Teilnehmer kostenlos und wird von Sponsoren und Stiftungen mitgetragen.

 

Welche Rolle spielen dabei digitale Angebote? Gibt es ein (oder mehrere) Beispiele von Projekten aus der NYPL, die besonders erfolgreich sind im Bereich der digitalen Bildung?

Digitale Angebote spielen in den Programmen und Dienstleistungen der NYPL eine sehr wichtige Rolle, um der in New York stark ausgeprägten „Digitalen Spaltung“ entgegenzuwirken. Neben den Angeboten im Rahmen unserer Arbeit mit Schülern möchte ich hier drei Projekte hervorheben, die direkt und indirekt den Bildungsauftrag im digitalen Raum erfüllen.

Die „TechConnect“-Initiative steht seit 2013 im Mittelpunkt unseres digitalen Bildungsangebotes. Unter der „TechConnect“-Überschrift werden über 80 verschiedene Kurse an unseren Stadtteilbibliotheken und speziell dafür eingerichteten „TechConnect“-Schwerpunktzentren der New York Public Library in allen drei Stadtteilen angeboten.

Alle „TechConnect“-Angebote sind kostenlos. Wir bieten Einsteigerkurse, in denen die Teilnehmer lernen, mit Tastatur und Maus umzugehen, über E-Mail und soziale Netzwerke zu kommunizieren und mit Geräten wie iPads und Smartphones vertraut zu werden.

Fortgeschrittene können bei uns auch lernen, mit der Microsoft Office Suite, mit Bildbearbeitungsprogrammen und mit Jobportalen wie LinkedIn umzugehen. Wir bieten auch Kurse an, die speziell auf Angebote der Bibliothek abzielen, wie zum Beispiel der Online-Katalog, E-Book-Downloads, Suchen ohne Google und Online-Sprachkurse.

In Zusammenarbeit mit unserem Partner Project <code> bieten wir mit „TechConnect“ auch einen zehnwöchigen Kurs an, in dem Teilnehmer lernen, selbstständig Webseiten mit HTML5 und CSS3 zu programmieren.

Mit „Library Hotspot“  bietet die NYPL Benutzern ohne privaten Internetanschluss die Möglichkeit, sich einen Zugang (Hotspot) für die Dauer eines Jahres kostenlos „auszuleihen“. Das Gerät und die monatlichen Nutzungsgebühren werden von der Bibliothek getragen, die das Programm über Sponsoren finanziert. Insgesamt verleiht die NYPL 10.000 Hotspots an erwachsene Bibliotheksnutzer.

Neben Hotspots verfügt die Bibliothek auch über 500 Chromebooks, die von Nutzern ebenfalls für die Dauer eines Jahres ausgeliehen werden können. Diese Laptops werden nach Bedarf an Kinder und Jugendliche verliehen, die an nachmittäglichen Out-of-School-Time-Angeboten der Bibliothek teilnehmen.

 

Wo ist die Schnittmenge der digitalen Angebote mit dem physischen Bibliotheksraum, insbesondere im Bildungsbereich und wie stellt sie sich dar?

Die Schnittmenge der digitalen Angebote sind unsere „Out-of-School Time“-Angebote und „TechConnect“-Kurse, die in unseren Bibliotheksräumen angeboten werden. Wie die Hotspot- und Chromebook-Initiativen zeigen, beschränken wir unseren Bildungsauftrag allerdings nicht mehr auf unsere Einrichtungen, sondern bieten Nutzern die Möglichkeit, sich digital in den eigenen Räumlichkeiten mit Ressourcen der Bibliothek weiterzubilden.


Beitrag von Johannes Neuer, Director of Customer Experience, New York Public Library. Die Fragen stellte Hella Klauser, Goethe-Institut.

Der IFLA Trendreport

In der digitalen Welt ändern sich auch die Erwartungen an die Angebote von Bibliotheken. Einerseits werden elektronische Publikationen immer stärker nachgefragt, andererseits wird die Bibliothek in ihrer Funktion als Treffpunkt, Ruhepol oder Lernort immer wichtiger.

Der IFLA Trendreport konzentriert sich auf fünf Trends, die unser globales Informationsumfeld verändern und die sich auch auf unsere Bibliotheksdienstleistungen auswirken:

  1. der veränderte Informationszugang durch neue Technologien
  2. die Veränderung der Bildungsmöglichkeiten durch E-Learning
  3. die Neubestimmung der Grenzen von Privatsphäre und Datenschutz
  4. die neue Möglichkeiten von kollektivem Handeln
  5. die Veränderung der Informationswirtschaft durch neue Technologien

Die Ergebnisse des Trendreports – der besser „Trend Ressource“ heißen müsste, da es sich um eine Zusammenstellung von verschiedenen Quellen handelt – resultieren aus Diskussionen mit Experten und Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen außerhalb der Bibliothekswelt.

Diese Trends entwickeln sich schnell. Sie bringen auch Kollisionen zum Ausdruck, also beispielsweise die Chancen auf Teilhabe, die Online-Bildung ermöglicht, aber auch die Zugangsbeschränkungen, die damit einhergehen könnten. Sie stehen miteinander in Verbindung, haben wechselseitige Wirkungen oder schließen sich gegenseitig aus.

Wie sich diese Trends auf die Angebote von Bibliotheken auswirken und welche Konsequenzen gezogen werden sollten, wird seit Erscheinen des Reports im Sommer 2013 weltweit von Bibliotheksfachleuten diskutiert. Der Trendreport stellt dabei die Fragen, die Antworten müssen Bibliotheksfachleute selber finden. Das einführende Dokument in den Trendreport wurde dazu in viele Sprachen, auch ins Deutsche, übersetzt.


Weitere Informationen finden Sie unter: http://trends.ifla.org
Barbara Schleihagen, 30.11.2015

 

 

Britta Schmedemann

Bild_SchmedemannBritta Schmedemann ist als „Spezialistin für bibliothekarische Zielgruppenarbeit“ seit 2013 für die Stadtbibliothek Bremen tätig. In dieser Funktion ist sie zentral verantwortlich für spezielle Medienangebote, Aufbau und Stärkung von Kooperationen mit anderen Institutionen und Multiplikatoren sowie für die Entwicklung und Durchführung von Führungs- und Veranstaltungsformaten. Zusätzlich entwickelt sie Inhouse-Schulungen und koordiniert die Marketing- und Pressearbeit. Ein Schwerpunkt in der Zielgruppenarbeit sind die interkulturellen Bibliotheksangebote: In diesem Bereich initiierte die Stadtbibliothek Bremen zum Beispiel als erste Bibliothek in Deutschland die Medienboxen zur Teilhabe von Flüchtlingen. Seit Juli 2015 ist Britta Schmedemann Mitglied in der dbv-Fachkommission für Interkulturelle Bibliotheksarbeit. Vor ihrer Arbeit als Zielgruppenbeauftragte leitete sie die Stadtteilbibliothek Bremen-Vegesack sowie die Stadtbücherei Neukirchen-Vluyn (NRW).


Das Abstract zum Vortrag von Frau Schmedemann finden Sie hier.

Dimitris Stamatelos

2c86c8eDimitris Stamatelos was born in Athens in 1971. From his early youth he established a loving relationship with music and started expressing this love by playing his grandfathers mandolin. He studied librarianship in Athens, took theater courses and studied traditional percussion’s. Encouraged by his friends, he also studied singing at the national conservatory of Athens. From 2003 to 2008 he worked at the public library of Koropi and made it essential to the community life through various educational projects. He is the only librarian in the public library of the little island of Leros since 2009. In the last 5 years his wife and himself have arranged and run the public library of neighboring island Lipsi, on a volunteer base at weekends. That library is also a little music school were Dimitris Stamatelos gives free percussion lessons. The place is a source of joy for inhabitants and librarians as it is always full of smiles and Music.


Das Abstract zum gemeinsamen Vortrag von Herrn Darian und Herrn Stamatelos finden Sie hier.

Samo Darian

SD_3Samo Darian studierte Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien in Passau, London und Granada. Zwischen 1999 und 2001 arbeitete er für die Kultur-Abteilung der EXPO 2000 in Hannover. Im Jahr 2002 betreute er politisch-bildnerische Kulturprojekte für die Bundeszentrale für politische Bildung. Von 2003 bis 2010 war Samo Darian als Geschäftsführer des Vereins „relations“ verantwortlich für vier mehrjährige, internationale Programme im Förderbereich Mittel- und Osteuropa der Kulturstiftung des Bundes. Seit 2010 ist er Gesellschafter und Geschäftsführer der Agentur Relations in Berlin, die  deutschlandweit Kulturprojekte und Veranstaltungen konzipiert, steuert und produziert. In diesem Zusammenhang übernahm Samo Darian zwischen 2011 und 2012 die Geschäftsführung des Netzwerks Neue Musik und leitete von 2012 bis 2014 den Bereich Finanzen, Organisation, Betrieb der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung. Seit 2014 leitet er die Entwicklungsphase der Initiative „Transformation von Kultureinrichtungen in strukturschwachen Räumen“ der Kulturstiftung des Bundes.


Das Abstract zum gemeinsamen Vortrag von Herrn Darian und Herrn Stamatelos finden Sie hier.